Vorratsgesellschaft

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Bei einer Vorratsgesellschaft handelt es sich um eine Personengesellschaft oder Kapitalgesellschaft, die keine direkte Geschäftstätigkeit ausübt. Vorratsgesellschaften kommen bei den Unternehmensformen der Gesellschaft mit beschränkter Haftung, bei Aktiengesellschaften und bei Kommanditgesellschaften vor. Eine Vorratsgesellschaft dient dabei dazu auf neue Anteilseigener übertragen zu werden, wobei diese dann sofort für eine aktive Geschäftstätigkeit zur Verfügung stehen kann. Die Käufer einer Vorratsgesellschaft übergehen somit den langwierigen Vorgang des Eintragungsprozesses und auch die Haftungsrisiken einer GmbH, die sich gerade in Gründung befindet. Altforderungen aus früheren operativen Geschäften kommen hier nämlich nicht zum Tragen. Dabei gilt der Erwerb einer Vorratsgesellschaft allgemein als Neugründung. Der Käufer ist dabei verpflichtet offenzulegen, dass es sich um eine Vorratsgesellschaft handelt, wenn der Eintrag ins Handelsregister vorgenommen wird. Gekauft werden darf eine Vorratsgesellschaft auch von Investoren aus dem Ausland. Dies ermöglicht einen sofortigen Start der Geschäftstätigkeit, ohne die sonstigen Wartefristen. Der Verwaltungsrat der Gesellschaft muss allerdings aus Schweizern bestehen.

Verkauf über Dienstleister

Eine Vorratsgesellschaft, die mit Einlage des Stammkapitals gegründet wurde, wird von Dienstleistern angeboten. Der Weg über einen Dienstleister eine derartige Gesellschaft zu erwerben ist ein sehr schneller, unkomplizierter und sicherer Weg. Durch den Kauf erhält man die Aktien oder GmbH-Anteile der Vorratsgesellschaft und auch eine Garantieerklärung über die Lasten- und Schuldenfreiheit sowie die Bilanzunterlagen für die Übergabe und die Bilanzen sowie die Erfolgsrechnungen seit der Gründung und Berichte von eventuellen Revisionen. Dies alle sind Geschäftsunterlagen, welche nach den gesetzlichen Vorschriften aufbewahrt werden müssen. Die Dienstleister übernehmen dabei die treuhänderische Abwicklung beim Kauf und beraten den Käufer auch im Bezug auf den Firmennamen, den Sitz und den Inhalt der Statuten.

Die Vorteile einer Vorratsgesellschaft in der Schweiz

Aufgrund der Konstellation der Unternehmensform der Vorratsgesellschaft ergeben sich neben dem Zeitgewinn durch eine schnelle Abwicklung des Eintrags ins Handelsregister auch noch einige weitere Vorteile, wie zum Beispiel die Anonymität der Inhaber. Das heißt bei der Übernahme bzw. dem Kauf von einer Vorratsgesellschaft können die neuen Besitzer völlig anonym bleiben, was aber nur bei einer AG möglich ist. Grund dafür ist, dass die Gesellschaft bereits gegründet ist und im Fall des Kaufs nur die Aktienanteile ausgetauscht werden. Hierzu reicht bei einer Schweizer Vorratsgesellschaft ein normaler Kaufvertrag. Der Gang zum Notar ist nicht nötig, was auch enorme Zeitersparnis mit sich bringt. Nach der Bezahlung des Kaufpreises hat die Vorratsgesellschaft einen neuen Besitzer. Eingespart werden können damit immerhin fast 14 Tage, denn so lange dauert es in der Regel bis der Eintrag im Handelsregister vollzogen ist.