Einzelfirma

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Bei einer Einzelfirma handelt es sich um Unternehmen, die ohne eine eigene Rechtspersönlichkeit auf dem Markt agieren. Für den Anfang wählen viele Unternehmensgründer diese Rechtsform, da sie eine Kleinst- oder Kleinfirma gründen. Geeignet ist diese Rechtsform insbesondere für ein Malergeschäft, Künstler und für Coiffeur. Aus der Rechtsform ergeben sich für den Unternehmer viele Vorteile. Hierzu zählt, dass eine unkomplizierte und höchst formlose Tätigkeit möglich ist, nämlich weitgehendst ohne das Einhalten müssen von gesellschaftsrechtlichen Bestimmungen. Auch ist für die Gründung kein Mindestkapital erforderlich, das erst einmal aufgebracht werden muss. Kosten entstehen nur für den Eintrag ins Handelsregister. Zu beachten ist hierbei, dass der Eintrag ins Handelsregister bis zu einem Umsatz von CHF 100.000 freiwillig erfolgen kann. Wegen der Seriosität empfiehlt sich aber der Eintrag ins Handelsregister. Dieser hat vor allem Nutzen für das Eröffnen von einem Bankkonto und die Teilnahme am internationalen Handelsverkehr.

Handelsregistereintrag Einzelfirma

Der Eintrag ins Handelsregister zieht bei einer Einzelfirma aber auch nach sich, dass gegenüber der Ausgleichskasse glaubhaft gemacht werden muss, dass man selbstständig erwerbend ist. Hierzu muss das AHV Formular ausgefüllt werden. Geeignete Beweismittel sind hier ebenfalls beizulegen, wie Offerten an potenzielle Kunden, Visitenkarten, Briefpapier mit Logo, eigene Homepage, bereits erstellte Rechnung an Kunden und ein Business- bzw. Beschreibplan über das Projekt und unterzeichnete Mietverträge. Als Firmenname kann für eine Einzelfirma auch der Vor- und Zuname des Inhabers gewählt werden. Der Firmenname ist ab dem Zeitpunkt des Eintrags ins Handelsregister geschützt. Das bedeutet ein Dritter darf nicht am gleichen Ort den gleichen oder einen ähnlichen Namen für ein von ihm gegründetes Unternehmen wählen. Als Ort des Sitzes der Einzelfirma gilt die jeweilige Gemeinde bzw. der unmittelbar dazugehörende Wirtschaftsraum.

Unbeschränkte Haftung bei Einzelfirma

An einer Einzelfirma können keine Partner beteiligt werden und der Inhaber hat eine unbeschränkte Haftung für Verbindlichkeiten, und zwar mit seinem persönlichen Vermögen. Je nach Situation kann sogar der Ehegatte für die Schulden der Einzelfirma als unbeschränkt haftend herangezogen werden. Eine klare Trennung zwischen Privat und Geschäft ist von der Buchhaltung her erforderlich. Die Steuerbehörde verlangt für die Steuererklärung eine gewisse Nachweisbarkeit der Geschäftszahlen, wobei dies durch eine einfache Buchhaltung erbringbar ist. Eine Revisionspflicht besteht bei der Einzelfirma nicht. Läuft diese erfolgreich, kann sie später in eine AG oder eine GmbH umgewandelt werden. Durch die Gründung einer Einzelfirma erwachsen zudem noch andere Nachteile. So kann kein Inhaber einer Einzelfirma eine Arbeitslosenunterstützung erhalten und je nach Kanton entfällt auch die Kinder- und Ausbildungszulage. Ab einem Umsatz von CHF 100.000 ist die Einzelfirma mehrwertsteuerpflichtig. Wegen der Seriosität kann sich aber auch jeder Inhaber einer Einzelfirma freiwillig der Mehrwertsteuer unterstellen lassen. Um die Gründung des Unternehmens zu ermöglichen ist es möglich, dass die bereits angesammelten Pensionskassengelder (BVG) vorbezogen werden können. Hierzu ist es wichtig, dass der Unternehmensgründer von der AHV als Selbständigerwerbende/er im Haupterwerb anerkannt wurde.