Personengesellschaften

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Definition Personengesellschaften

Als Personengesellschaft bezeichnet man den gesellschaftsrechtlichen Zusammenschluss von mindestens zwei Personen (auch als Gesellschafter bezeichnet), die gemeinsam unter einer Firmenbezeichnung ein Gewerbe betreiben. Die beiden Gesellschafter haften direkt im Fall von einer Pleite des Unternehmens mit ihrem Privatvermögen und dem Gesellschaftsvermögen. Bei den Personengesellschaften werden unterschieden die Einfache Gesellschaft, die Kommanditgesellschaft und die Kollektivgesellschaft. Die Gemeinsamkeiten bestehen hierbei in der Haftung im Fall einer Pleite, wobei diese solidarisch und uneingeschränkt auch auf das Privatvermögen der Gesellschafter bezogen ist.

Personengesellschaften Einfache Gesellschaft und Kommanditgesellschaft

Bei der Einfachen Gesellschaft handelt es sich um eine vertragsmäßige Bindung von zwei oder mehreren Personen für das Erreichen von einem gemeinsamen Ziel und Zweck. Geregelt sind die Vorschriften für die Einfache Gesellschaft in Art. 530 OR und Art. 944 OR. Die Einfache Gesellschaft hat keine Rechtspersönlichkeit und unterscheidet sich vor allem von Handelsgesellschaften dadurch, dass es sich hier um kein kaufmännisches Unternehmen handelt und auch nicht unter eigenem Unternehmensnamen auftritt. Diese Form der Personengesellschafen wird häufig als Unternehmensform gewählt, wenn es sich um die Abwicklung von einem einzelnen Geschäft handelt, für dessen Durchführung ein Unternehmen nötig ist, also wenn von vorneherein feststeht, dass die Gesellschaft nicht lange existieren bzw. benötigt wird. Zudem besteht diese Form der Personengesellschaften auch immer dann, wenn die Voraussetzungen für eine andere Unternehmensform fehlen. Eine Kommanditgesellschaft wird als Unternehmensform gewählt, wenn zwei oder mehrerer natürliche oder juristische Personen sich zusammenschließen möchten, um ein Handelsgewerbe zu betreiben. Mindestens einer der Gesellschafter ist hier Kommanditär und der andere bzw. die anderen Komplementär. Geregelt sind die Vorschriften für diese Art der Personengesellschaften in Art. 594, Abs. 1 OR. Diese Art der Personengesellschaften ist ohne Rechtspersönlichkeit, doch handlungs-, prozess- und betreibungsfähig und verfügt über ein Sondervermögen. Bei der Kommanditgesellschaft haften die Komplementäre solidarisch und unbeschränkt, die Kommanditäre nur beschränkt.

Weitere Personengesellschaft: Die Kollektivgesellschaft

Bei der Kollektivgesellschaft handelt es sich um eine geschäftliche Partnerschaft zwischen mindestens zwei natürlichen Personen, die vorhaben ein gemeinsames kaufmännisches Gewerbe zu betreiben. Gegenüber den Gläubigern der Gesellschaft haften die Partner mit ihrem persönlichen Vermögen, wobei die Haftung zweistufig ist. Wenn nicht genügend Gesellschaftskapital vorhanden ist, haften beide Partner persönlich, subsidiär, uneingeschränkt und solidarisch. Charakteristisch für diese Art der Personengesellschaften ist, dass diese stark personenorientiert ist. Denn der Firmenname sind die Familiennamen der beiden Partner. Die Modalitäten zwischen den beiden Partnern sind in einem Gesellschaftsvertrag definiert, der frei gestaltbar ist. Die Gesellschafter sollten sich einig sein, weil in allen Bereichen eine enge Zusammenarbeit von Nöten ist. Anforderung an das Buchführungswesen bestehen bei dieser Art der Personengesellschaften auch zwingend. Es ist eine doppelte Buchhaltung mit Bilanz, Betriebs- oder Erfolgsrechnung und dem Inventar nötig. Die Kollektivgesellschaft kann sowohl eine Kommanditgesellschaft, wie auch eine GmbH und eine AG sein. Das heißt auch bei den Kapitalgesellschaften ist diese Rechtsform zu finden.