Kapitalgesellschaften

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Definition Kapitalgesellschaften

Im Mittelpunkt der Kapitalgesellschaften steht das eingebrachte Kapital, das je nach Form der Kapitalgesellschaft unterschiedlich hoch sein muss, dass ein derartiges Unternehmen von der Rechtsform her gegründet werden kann. Bei den Kapitalgesellschaften handelt es sich um juristische Personen, welche durch die Eintragung in das Handelsregister erst ihre Rechtsfähigkeit erlangen. Die Gründung einer AG erfordert eine Mindesteinlage von CHF 100.000, von denen mindestens 20 Prozent des Nennwertes jeder Aktie, aber mindestens CHF 50.000 einbezahlt sein müssen. Dies ist auch in Form von sogenannten Sacheinlagen möglich. Die Kapitalgesellschaften haften bei Verbindlichkeiten mit dem Gesellschaftsvermögen. In der Schweiz gehören zu den Kapitalgesellschaften, die gegründet werden können die Aktiengesellschaften (AG) und Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH). Bei den Aktiengesellschaften unterscheidend man neben der Konzern AG noch in die Sondertypen der Einmann AG, die Familien AG und die Genossenschaftliche AG. In allen Fällen ist die AG eine juristische Person, die über einen eigenen Namen verfügt und über ein im Voraus festgelegtes Gesellschaftskapital, welches in Teilsummen, in Aktien, aufgeteilt ist. Die Aktionäre einer Aktiengesellschaft haften dabei nicht mit ihrem privaten Vermögen. Die Aktionäre erwerben im Übrigen durch den Kauf von Aktien der AG ein Stimmrecht bei der Gesellschafterversammlung und haben das Recht auf eine Gewinnausschüttung, die durch Gesellschafterbeschluss von ihrer Höhe her bestimmt wird.

Kapitalgesellschaft GmbH

Zu den Kapitalgesellschaften zählt auch die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH).
Es handelt sich hierbei allerdings um eine Mischform zwischen einer personen- und von einer kapitalbezogenen Gesellschaft. Das Gesellschaftskapital der GmbH beträgt CHF 20.000.
Die Haftung dieser Art von Kapitalgesellschaften ist auf das Stammkapital begrenzt. Die Geschäftsführung wird in der Regel bei einer GmbH durch einen der Gesellschafter wahrgenommen. Die Geschäftsführung kann auch unter mehreren der Gesellschafter aufgeteilt sein. Die GmbH verfügt in der Regel über einen Geschäftsführer als leitendes Organ und hat als Kontrollorgan eine Revisionsstelle. Voraussetzung für die Gründung einer GmbH ist ein formelles, notarielles Gründungsverfahren. Dabei ist es nötigt, dass als Gründungsmitglied mindestens eine natürliche oder juristische Person auftritt. Der Eintrag ins Handelsregister führt zur Gründung der Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Pflicht zur Buchführung

Kapitalgesellschaften wie die AG und die GmbH haben die Pflicht zur Buchführung. Bei der AG und der GmbH ist eine doppelte Buchhaltung mit Bilanz, Betriebs- oder Erfolgsrechnung und Inventar notwendig. Wenn bei einer Aktiengesellschaft oder einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung in zwei aufeinanderfolgenden Jahren zwei von drei Voraussetzungen überschritten werden, kommt es zu einer ordentlichen Revision. Diese Voraussetzungen sind, dass die Bilanzsumme von CHF 20 Millionen oder der Umsatzerlös von CHF 40 Millionen überschritten wird oder eine Beschäftigtenzahl von mehr als 250 Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt erreicht wird. Eine eingeschränkte Revision kommt dann zur Anwendung, wenn die Kapitalgesellschaft im Jahresdurchschnitt weniger als 10 Vollzeitstellen hatte. Zudem müssen die Gesellschafter zuvor dem Verzicht auf Revision zugestimmt haben.