AG oder GmbH für den Jungunternehmer?

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Veröffentlicht am 04.10.2016 von

Nicht jede Gesellschaft eignet sich gleichermaßen für einen Jungunternehmer. Die Umstände, unter denen eine Gesellschaft gegründet wird, kann es nötig machen genau abzuwägen welche Rechtsform die geeignete ist.

Die Aktiengesellschaft ist eine reine Kapitalgesellschaft, die im Gegensatz zur Gesellschaft mit beschränkter Haftung steht, bei der das personenbezogene Element vordergründig ist. Beide Gesellschaftsformen eignen sich für Unternehmensformen mit einem wirtschaftlichen Zweck und für eine kaufmännische Unternehmensführung. Beide Rechtsformen besitzen eine eigene Rechtspersönlichkeit und die Haftung läuft immer über das Gesellschaftsvermögen.

Auch in Bezug auf den Firmennamen, der während der Firmengründung gewählt werden muss, sind beide Gesellschaften gleichgestellt, denn hier wird einfach GmbH oder AG als Zusatz zum Firmennamen genommen. Es sind für die Jungunternehmer aber andere Differenzierungen notwendig, um sich für die Wirtschaftsformen und Gesellschaftsform der AG oder die GmbH zu entscheiden. Ausschlaggebend ist in erster Linde das Mindestkapital, das in diesen beiden Gesellschaften eingebracht werden muss.

Ausschlaggebend ist in erster Linde das Mindestkapital, das in diesen beiden Gesellschaften eingebracht werden muss.

Wer mit seinem Unternehmen an die Börse gehen möchte, muss im Grunde genommen eine Aktiengesellschaft wählen, da die Stammanteile der GmbH nicht Kapitalmarkt veranlegt sind d.h. sie können nicht an der Börse gehandelt werden. Wer also Großes vorhat, sollte die Aktiengesellschaft wählen.

Die Gesellschafter in diesen Gesellschaftsformen

Die Gesellschafter der GmbH sind verpflichtet die Stammanteile einer Liberierung zu unterwerfen. Das bedeutet, dass die Interessen der Gesellschaft gewahrt werden und jeder beteiligte sich loyal verhalten muss. In der Aktiengesellschaft muss der Aktionär nur die Pflicht zur Liberierung einhalten, wenn es um die Aktien geht. Andere Pflichten sind für die Verwaltungsräte sowie der Geschäftsführung vepflichtend.

Weitere Unterschiede von GmbH und AG

In der Gesellschaft mit beschränkter Haftung bedarf es der Zustimmung aller in der Generalversammlung, wenn es zum Beispiel über die Übertragung der Stammanteile geht. Diese Gesellschaftsversammlung kann dies aber auch ohne Angaben von Gründen verweigern. In den Statuten der GmbH kann ein Übertragungsverbot festgelegt werden.

In der Aktiengesellschaft können Aktien frei übertragen werden und es ist möglich Namensaktien statuarisch festzulegen und ihre Übertragbarkeit zu beschränken.

Wesentliche Hauptunterschiede

Die Unterschiede der beiden Gesellschaftsformen AG und GmbH können für einen Jungunternehmer nur dann klar werden, wenn er sich der zahlreichen Ausnahmen und Möglichkeiten bewusst ist und sich darüber informiert. Über pauschale Aussage sollte man sich kein Bild machen. Wer einen Business Plan und die Firmengründung schon in der Tasche hat und den Geschäftsbetrieb aufnehmen möchte, braucht noch die passende Gesellschaftsform. Um diese zu finden ist es anzuraten eine professionelle Beratung einzugehen, um dann noch einmal von einem Spezialisten betreut zu werden, der die Unterschiede in den Gründungsformalitäten der AG und der GmbH klarmachen kann.